COP23 in Bonn - ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz

Panel zu Klima und Sicherheit Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt)

Neues Konzept „Eine Konferenz – zwei Zonen“ zahlt sich aus

Zwei Wochen wurde in Bonn verhandelt, im Mittelpunkt stand das Übereinkommen von Paris von 2015. Das Zeichen der internationalen Gemeinschaft: das Übereinkommen gilt, der Klimaschutz muss vorangebracht werden. Mit Fidschi führte zum ersten Mal ein Land den Vorsitz, das direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen ist – ein Faktor, der entscheidend zum Gelingen der Konferenz beitrug. Wichtige Schritte zur Umsetzung des Abkommens wurden beschlossen, zudem wurden zentrale Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes und der Anpassung identifiziert.

Verhandelt wurde in der Bula-Zone- Bula bedeutet Hallo auf Fidschi. In den Rheinauen bot die Bonn-Zone eine Bühne für ein globales Rendezvous zu Klima und Nachhaltigkeit. Bei den vielfältigen Veranstaltungen in den Länder- und NGO-Pavillons in der Bonn- Zone fand ein reger Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und politischem Personal statt.


Mehr als 200 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte

Durch Ankündigungen bei der Klimafinanzierung schaffte Deutschland Vertrauen bei den Verhandlungen: mehr als 200 Millionen Euro sollen in Zukunft für Klimaschutzprojekte und Versicherungen gegen Klimarisiken in ärmeren Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Der Deutsche Pavillon präsentierte zudem die gesamte Bandbreite des deutschen Klima-Engagements. Bei über 100 Side Events standen die deutsche Klimaschutzpolitik sowie die Zusammenarbeit mit Partnerländern im Vordergrund.

Auch das Auswärtige Amt stellte einige Beiträge zum Klimaschutz vor. Das Grüne Sofa, ein Energie-Projekt des Auswärtigen Amts, machte mit prominenten Gästen auf die globale Energiewende aufmerksam. Ein Panel zu Klima und Sicherheit mit dem Premierminister von Tuvalu verdeutlichte, dass der Klimawandel sicherheitspolitische Folgen haben kann: die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen und dem Anstieg des Meeresspiegels haben das Potenzial, ganze Regionen zu destabilisieren.  

Inselstaaten eine Stimme geben

Zudem ermöglichte das Auswärtige Amt zehn Journalisten aus der pazifischen Region, hautnah von der Klimakonferenz zu berichten und so den kleinen Inselstaaten eine Stimme zu geben.  Im Rahmen der Konferenz absolvierten die Journalisten auch ein Medientraining, durchgeführt von der Deutschen Welle und dem VN-Klimasekretariat.  Mehr zum Programm gibt es hier: http://akademie.dw.com/pacificviews/?page_id=49

Die Eindrücke und Artikel der Teilnehmer, die auch zukünftig in einem auf der COP gegründeten Netzwerk in Kontakt bleiben, findet man auf ihrem Blog: http://akademie.dw.com/pacificviews/

Stand 23.11.2017
Quelle: www.auswaertiges-amt.de