Deutschland und die Seychellen

Die bilateralen Beziehungen sind harmonisch und freundschaftlich. Etwa 20.000 deutsche Touristen besuchen jährlich die "Traumstrände" der Inselrepublik und gehören damit zu den wichtigsten Devisenbringern des Landes.

Als einziges westliches Land hatte Deutschland den Demokratisierungsprozess Anfang der neunziger Jahre durch die Entsendung eines Verfassungsexperten und technische Wahlhilfe substanziell unterstützt.

Angesichts des im Vergleich zu Subsahara-Afrika relativ hohen Pro-Kopf-Einkommens ist eine finanzielle und technische Zusammenarbeit über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) nicht mehr vorgesehen.

Mit ihrer Kulturpolitik und insbesondere mit der Pflege des Kreolischen versuchen die Seychellen, ihre nationale Eigenständigkeit zu betonen. Kreolisch wurde im August 1981 zu einer der drei offiziellen Amtssprachen erklärt und in den Schulen als obligatorische Unterrichtssprache ab dem ersten Schuljahr eingeführt. Die beiden weiteren Landessprachen sind Englisch und Französisch.

Die staatlichen Medien (Radio, Fernsehen) sind dem Erziehungs- und Informationsministerium angegliedert. Die Tageszeitung "Seychelles Nation" wird von der Regierungspartei kontrolliert. Im Zuge der demokratischen Öffnung wurde das Meinungsklima toleranter. Zwei unabhängige Wochenzeitschriften, die den Oppositionsparteien nahestehen, konnten sich etablieren, werden aber von der Regierung mit rechtlichen Schritten immer wieder unter Druck gesetzt.

Deutsche Honorarkonsulin auf den Seychellen

Deutsche Vertreterin auf den Seychellen: Honorarkonsulin Kerstin Henri Bild vergrößern Deutsche Vertreterin auf den Seychellen: Honorarkonsulin Kerstin Henri (© Deutsche Botschaft Nairobi)

Die Regierung der Seychellen

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